Mit seinen Büropartnern und dem ganzen Team teilt Dionys Ottl, Geschäftsführer bei Hild und K, eine Überzeugung: Angesichts fortschreitender Klimakrise und Ressourcenknappheit ist mehr Umbau schlicht eine Notwendigkeit. Trotzdem ist der Erhalt von Gebäuden gegenüber dem Neubau weiterhin strukturell benachteiligt. In seinem Vortrag für das Architekturforum Freiburg plädierte Ottl dafür, den Bestand stärker wertzuschätzen. Dieser stelle – neben seiner Bedeutung als Speicher von Energie und Material – eine wichtige ästhetische Ressource dar. Mit Gebautem verknüpfen sich die Lebensgeschichten von Menschen, es ist Anker für Erinnerungen und Identitäten. Diese Beziehungen müsse man ernst nehmen, so Ottl. Selbst ganz alltägliche Häuser könnten dann unter einer Art von „emotionalem Denkmalschutz“ stehen.

Wie die Transformation des Alten ganz neue architektonische und funktionale Qualitäten hervorbringen kann, erläuterte er anhand eine Reihe von Hild und K Projekten. Einige von ihnen sind bereits selbst historisch zu nennen, wie die Verwandlung des Rottenkolberstadels zum Kleinen Theater Landshut. Andere – wie der Umbau des ehemaligen Fabrikgebäudes Werk 1 – harren noch ihrer Fertigstellung.

Das Publikum in Freiburg – wo sich eine Initiative derzeit öffentlichkeitswirksam für den Erhalt des von Abriss bedrohten Europaviertels einsetzt – folgte dem Vortrag äußerst interessiert.

Wir freuen uns, dass in diesem Rahmen das Thema Umbau die verdiente Aufmerksamkeit erhielt!