Spuren

In den Studio Talks der BTU Cottbus beleuchten jeweils zwei geladene Gäste das gemeinsame Thema in kurzen Vorträgen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Am Mittwoch, den 17. Juni 2026, widmet sich die Veranstaltung der Frage: Wie werden Fragmente, Spolien und Relikte zu Trägern von räumlichen Erzählungen?

Die Geschichte eines Gebäudes oder Ortes bildlich weiterzuschreiben, spielt im Werk von Hild und K eine zentrale Rolle. Das Büro integriert Reminiszenzen, um an das zu erinnern, was nicht mehr vorhanden ist. Hild und K Geschäftsführer Matthias Haber wird verschiedene Projekte vorstellen, darunter die inzwischen selbst historische Fassadensanierung in der Berliner Belziger Straße.

Auch in der Szenografie werden Spuren aufgespürt und inszeniert, um Bilder, Atmosphären und Erinnerungen zu erzeugen. Der Film „Gelbe Briefe“, für den Zazie Knepper das Szenenbild entworfen hat, gewann in diesem Jahr auf der Berlinale den Goldenen Bären. Obwohl die Handlung in Istanbul und Ankara spielt, wurde der Film in Hamburg und Berlin gedreht – eine Spurensuche ebenso wie deren Verwischung im Sinne der Erzählung.

Die anschließende Diskussion mit Prof. Dr. Johanna Blokker aus dem Fachgebiet Denkmalpflege wird von Christoph Feinweber aus dem Fachgebiet Kunstgeschichte moderiert.

Der Studio Talk findet um 18 Uhr im Atelier Pedersen, LG 2D 1.OG, statt.