Werksviertel München

Projekttyp: Bauen im Bestand
Projektstatus: Im Bau
Standort: München
Bauherr: OTEC GmbH & Co. KG
Architektur: Hild und K Architekten
Andreas Hild, Dionys Ottl, Matthias Haber
Projektleitung: Ulrike Muckermann
Fotografie: Michael Heinrich
Ulrike Muckermann

Umbau „Werk 1“ und Neubau „Werk 1.4“
Auf einem ehemals industriell genutzten, 38 Hektar umfassenden Areal hinter dem Münchner Ostbahnhof soll ein urbanes Viertel entstehen, das sogenannte Werksviertel München. Die Planung verzahnt Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit miteinander. Im Zentrum des Quartiers liegt das ehemalige Werksgelände der Firma Pfanni. Die darauf befindlichen Industriegebäude werden zum Großteil revitalisiert und stehen in einem spannungsreichen Kontrast zwischen alt und neu. So auch das durch Hild und K umgebaute „Werk 1“, ehemals die Keimzelle der Pfanniproduktion, mit einer nach Westen ergänzenden Neubebauung, dem sogenannten „Werk 1.4“. Hier ist eine Nutzung durch Einzelhandel und Gastronomie, sind Büros, Studios, Ateliers und Übungsräume sowie Wohnungen und eine Kindertagesstätte vorgesehen. Zur Versorgung des zukünftigen Werksviertels mit Strom wurde im Untergeschoss des „Werk 1“ ein Blockraftheizwerk geplant und errichtet, das 2017 seine Funktion aufgenommen hat.

Architektur
Architektur

Hotel „Werk 17“
Das Werk 17 entstand auf einer zuvor als Parkplatz genutzten Fläche. Es wurden ein Erdgeschoss, sechs Obergeschosse und drei Untergeschosse mit Tiefgarage errichtet. Im EG entstand eine Einzelhandelsfläche, eine Kleingastronomie und eine Lobby für ein 2 Sterne Hotel mit 4 Sterne Komfort. Die Obergeschosse beherbergen 303 Hotelzimmer. Dem Bebauungsplan folgend, zeichnet sich auf einem nahezu quadratischen Grundkörper bis zum 3.Obergeschoss ein U-förmiges und ab dem 4.-7.OG ein L-förmiges Bauteil ab. Die Verteilung der Baumasse im Übergang von einer 4-geschossigen auf eine 7-geschossige Bebauung an der Atelierstraße ist städtebaulich motiviert und stellt eine verträgliche Höhenstaffelung dar. Die Fassade reagiert auf die bewegte und differenzierte Durcharbeitung des Gebäudes: In Elemente aus eingefärbtem Beton wurden großformatige Ziegel eingelegt, die durch ihre vorhangartige Schuppung ein abwechslungsreiches Bild aus Licht und Schatten zeichnen.

Backstage-Bereich „Werk 4“
Ergänzend zum bestehenden, schon heute für Konzertveranstaltungen genutzten Werk 4, der sogenannten Tonhalle, ist ein neuer Backstage Bereich mit 24 Seecontainern in zweigeschossiger Bauweise geplant. Funktionen wie Künstlergarderoben, Produktionsbüros, Kasse, Pop Up Stores und Gastro für den Außenbereich des Biergartens werden hier „aufgestapelt“.