Haus Wolf

Projekttyp: Bauen im Bestand, Wohnungsbau
Projektstatus: Gebaut
Fertigstellung: 1994
Standort: München
Bauherr: Silke Wolf, Dr. Christian Wolf
Architektur: Hild und K Architekten
Andreas Hild, Tilmann Kaltwasser
Mitarbeit: Dionys Ottl
Fotografie: Michael Heinrich

Aufgabe
Ein bestehender Bungalow aus den 60er Jahren sollte um ein Geschoss erweitert werden. Wegen der begrenzten Belastbarkeit der bestehenden Fundamente wurde die Aufstockung in Holzrahmenbauweise erstellt.

Fassade
Die Holzkonstruktion wurde mit aufgenieteten Alucobondplatten verkleidet. Der neue Baukörper folgt im Grundriss dem Bestand. Der Aufriss teilt sich in drei horizontal umlaufende Schichten. In der mittleren Schicht geben gegeneinander verschobene Platten die Öffnungen und den Blick in das Innere der Box frei. Die waagrecht verlegten Platten sind bis zu 6 m lang. Sie wurden an den Ecken nicht gestoßen, sondern um 90 Grad gebogen: Die Aluminiumplatten ”umwickeln” wie Bänder das gesamte Haus.

Bezüge
Den Erfordernissen des Bestandes und den Wünschen der Bauherrn entsprechend, wurde der Grundriss in einen separaten Schlaftrakt und einen offeneren Wohnteil mit Bibliothek und Arbeitszimmer geteilt. Die ungenügende Belichtung des Bestandes ließ den Wunsch nach wesentlich größeren Fensterflächen entstehen. Die Öffnungsflügel beziehen sich auf den Bestand. Sie werden von großen, außenliegenden Festverglasungen ergänzt. Die jeweils an den Gebäudeecken angeordneten Fenster geben jedem Zimmer eine zweiseitige Orientierung.

Bündigkeit
Zurückgesetzte Öffnungsflügel wechseln mit außenliegenden Festverglasungen. Fensterstöcke aus Lärchenholzrahmen rahmen die Fenster zum Bild. Der Neubau sitzt ähnlich einer metallenen Box auf einem geputzten Sockel. Festverglasung, Holzrahmen und Aluminiumverkleidung liegen in einer Ebene. Die sich überlagernden Spiegelungen von Aluminium und Glas kontrastieren mit der rahmenden Wirkung der Lärchenholzfenster.