FSB-Klinken 1214 und 1215

Projekttyp: Design
Projektstatus: Gebaut
Fertigstellung: 2006
Bauherr: Franz Schneider Brakel GmbH + Co KG (FSB)
Architektur: Hild und K Architekten
Andreas Hild, Dionys Ottl

Unter dem Motto „KlinkenPaar – PaarKlinken“ lud die Firma Franz Schneider Brakel GmbH + Co KG im Jahr 2006 sechzehn international renommierte Architekten- und Designerpaare – Büropartner, Eheleute, Freunde etc. – zu einem Workshop ein. Unter ihnen waren Andreas Hild und Dionys Ottl von Hild und K Architekten. Zu entwerfen waren zwei zusammenpassende und zugleich nicht identische Klinken. Ein Klinkenpaar für die zwei Seiten einer Tür sozusagen.

Andreas Hild und Dionys Ottl orientierten sich in ihrem gemeinsamen Entwurf an zwei Klassikern der Firma FSB. Die Wahl der beiden Partner hätte gegensätzlicher nicht ausfallen können: Hild entschied sich für einen massigen Türdrücker von Hans Poelzig aus den zwanziger Jahren (FSB 1012). Ottl wählte ein ergonomisch geschwungenes Modell, das der FSB-Hausdesigner Johannes Potente in den fünfziger Jahren entworfen hatte (FSB 1020). In einer Art Kreuzungsversuch entstanden nun die eigenen Klinken des Büros: Modell 1214 und 1215 entwickelten sich aus der Überschneidung der beiden Vorlagen; der Längsschnitte im einen Fall, der Ansichten im anderen. Nachdem die Architekten auch die Türschilder einem entsprechenden Verfahren unterzogen hatten, erhielten sie zwei in unterschiedliche Richtungen ausbauchende Langschilder. Als Material gaben sie wahlweise Aluminium oder Bronze vor.

Das Hild und K Klinkenpaar wurde gemeinsam mit den anderen Ergebnissen des Workshops in einer Wanderausstellung präsentiert; zuerst im Berliner Stilwerk, dann im Rahmen der BAU 2007. 2009 wurde der Entwurf erstmals realisiert; im Rahmen der Sanierung und Ausstattung des Münchner Louis Hotels. Im selben Jahr wurde das Klinkenpaar in die von FSB veranstaltete Ausstellung „Begreifbare Architektur – Die Bedeutung von Türgriffen in der Architektur“ aufgenommen.