Werksviertel München

Umbau „Werk 1“ und Neubau „Werk 14“
Auf einem ehemals industriell genutzten, 38 Hektar umfassenden Areal hinter dem Münchner Ostbahnhof soll ein urbanes Viertel entstehen, das sogenannte Werksviertel München. Die Planung verzahnt Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit miteinander. Im Zentrum des Quartiers liegt das ehemalige Werksgelände der Firma Pfanni. Die darauf befindlichen Industriegebäude werden zum Großteil revitalisiert und stehen in einem spannungsreichen Kontrast zwischen alt und neu. So auch das durch Hild und K umgebaute „Werk 1“, ehemals die Keimzelle der Pfanniproduktion, mit einer nach Westen ergänzenden Neubebauung, dem sogenannten „Werk 14“. Hier ist eine Nutzung durch Einzelhandel und Gastronomie, sind Büros, Studios, Ateliers und Übungsräume sowie Wohnungen und eine Kindertagesstätte vorgesehen. Zur Versorgung des zukünftigen Werksviertels mit Strom wurde im Untergeschoss des „Werk 1“ ein Blockraftheizwerk geplant und errichtet. Bereits 2017 wird es seine Funktion aufnehmen.

Hotel „Werk 17“
Das Werk 17 entsteht auf einer zuvor als Parkplatz genutzten Fläche. Es werden ein Erdgeschoss, sechs Obergeschosse und drei Untergeschosse mit Tiefgarage errichtet. Im EG soll eine Einzelhandelsfläche, eine Kleingastronomie, und eine Lobby für ein 2 Sterne Hotel mit 4 Sterne Komfort entstehen. Die Obergeschosse beherbergen 303 Hotelzimmer. Dem Bebauungsplan folgend, ist ein nahezu quadratischer Grundkörper geplant, der sich bis zum 3.Obergeschoss als U-förmiges und ab dem 4.-7.OG als L-förmiges Bauteil abzeichnet. Die Verteilung der Baumasse im Übergang von einer 4-geschossigen auf eine 7-geschossige Bebauung an der Atelierstraße ist städtebaulich motiviert und stellt eine verträgliche Höhenstaffelung dar. Die Fassade reagiert auf die bewegte und differenzierte Durcharbeitung des Gebäudes: Elemente aus eingefärbtem Beton erhalten eingelegte, großformatige Ziegel, die durch ihre vorhangartige Schuppung ein abwechslungsreiches Bild aus Licht und Schatten zeichnen.

Backstage-Bereich „Werk 4“
Ergänzend zum bestehenden, schon heute für Konzertveranstaltungen genutzten Werk 4, der sogenannten Tonhalle, ist ein neuer Backstage Bereich mit 24 Seecontainern in zweigeschossiger Bauweise geplant. Funktionen wie Künstlergarderoben, Produktionsbüros, Kasse, Pop Up Stores und Gastro für den Außenbereich des Biergartens werden hier „aufgestapelt“.