Leuchten Schloss Hohenkammer

Die Sanierung des Renaissance-Wasserschlosses im oberbayerischen Hohenkammer durch Hild und K Architekten steht im Zeichen der atmosphärische Angleichung von Alt und Neu. Fernab einer vermeintlichen Rekonstruktion sollte die historische Würde des arg vernachlässigten Bauwerks wiederhergestellt werden. Diesem Grundkonzept entsprechen auch die Leuchten, die Andreas Hild und Dionys Ottl gemeinsam mit Michael Schmidt Bernd König Lichtplaner entwickelt haben.

Als Variationen eines Grundtyps sind sie im ganzen Schloss zu finden; als Wandlampen in Gemeinschaft- und Erschließungsbereichen, einzeln oder gruppiert hängend in Seminarräumen und Gastronomie sowie als Geschosse verbindende Ketten in den Treppenhäusern. Die an Laternen erinnernden Lampen basieren auf einer kubischen Form, Winkelprofile aus brüniertem Blech fassen weiß-transluzente Gläser.

Eine spezielle Variante findet sich im großen Saal. Die satinierte Glasscheibe wurde hier in Streifen bedruckt und sorgt so gemeinsam mit einem an einem verchromten Stahlrohr angeordneten ausgeklügelten Innenleben für eine Vielzahl differenzierter Lichtstimmungen. Das archaische Design fusioniert mit den bühnentechnischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts.