Kommt ein Bauteil geflogen…

In Stuttgart-Zuffenhausen ist in den vergangenen Wochen ein ganzes Haus in den Himmel gewachsen. Dank der im Werk vorgefertigten großen Holzelemente konnten innerhalb kürzester Zeit komplette Etagen des Wohngebäudes errichtet werden.

Fotos: Oliver Rieger Photography

Das IBA’27-Haus verbindet eine den CO2-Ausstoß stark limitierende Holz-Hybridbauweise mit experimentellen Wohnformen. Das durch die SWSG in Zusammenarbeit mit der IBA und dem Büro Hild und K entwickelte Projekt könnte so zu einem Pionier für den geförderten Wohnungsbau werden. Im Spagat zwischen hohen Baukosten und Anforderungen an den Klimaschutz zeigt dieses Projekt an der Böckinger Straße neue Wege auf.

Die großen Spannweiten des Holzskelettbaus mit Stahlbetonerschließungskern erlauben eine weitgehend bewegliche Aufteilung der Innenräume. Die flexiblen Grundrisstypologien wiederum ermöglichen zahlreiche gemeinschaftliche Nutzungen, sorgen damit für Flächeneinsparungen und eine Reduktion der Mietkosten für die einzelnen Parteien.

Aktuell sind etwa die vorgesehenen Clustereinheiten – Wohnungen aus unterschiedlich großen Individualeinheiten, die sich gemeinschaftliche Räume teilen – aufgrund verschiedener Regularien im geförderten Wohnungsbau kaum umsetzbar. Die Entwicklung dieser innovativen Wohnformen im Zusammenhang mit Holzskelettbauweise soll über die IBA‘27 hinaus Rückschlüsse auf den gesamten Sektor zulassen.