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Der Architekturpreis der Landeshauptstadt München 2012…

…wurde am 12. Juli im Rahmen eines feierlichen Aktes an Andreas Hild verliehen. Ausgezeichnet wurde damit dessen gemeinsam mit dem Büropartner Dionys Ottl geschaffenes Gesamtwerk.
Im würdigen Ambiente des Alten Rathaussaals und vor vollbesetzten Zuschauerreihen überreichte Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers dem Preisträger die Urkunde.

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Zuvor hatte Stadtrat Alexander Reissl Andreas Hild gelobt als „Architekten der Stadt“, dessen Denken unaufhörlich mit urbanen Zusammenhängen befasst sei und der an zentralen Orten Münchens seine architektonischen Spuren hinterlassen habe.

Professor Arno Lederer stellte seiner Laudatio die Frage voraus: „Was sind das für Menschen, die Kunst und Wissenschaft voranbringen?“ Seine Antwort lautete sinngemäß: „Solche, die nie den vorgesehenen Weg einschlagen.“ Dieser Spezies rechnet er Andreas Hild und Dionys Ottl zu. Mit ihrem Werk bewegten sich die beiden jenseits der konsensfähigen architektonischen Lösungsmöglichkeiten, die da wären: „Historismus oder ewige Moderne“. Dem entgegen betrieben Hild und K Architektur als eine „vormoderne“ Disziplin, die sich durch die „Vereinigung von Kunst und Wissenschaft“ auszeichne. Nicht der Zweckrationalität seien ihre Bauten verpflichtet, sondern in der Architekturszene raren Werten wie Charme und Humor. Der Architektur von Hild und K, so schloss Lederer seine Ausführungen, komme die schöne Aufgabe zu, „den Betrachter mit Freude zu erfüllen.“

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Seine Dankesworte formulierte Andreas Hild stellvertretend für das gesamte Büro Hild und K. Er betonte dessen Verbundenheit mit der Stadt München. Gleichzeitig sehe man sich unabhängig von den der Stadt häufig (und meist fälschlich) zugeschriebenen Lastern des architektonischen Internationalismus und der Selbstzufriedenheit. Er verstünde den Preis als Auszeichnung auch dieser Unabhängigkeit der künstlerischen Entscheidungen.

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Nach einigen Stücken der gewissermaßen kongenial zu Hild und K die Traditionen verschmelzenden Brass-Jazz-Stubenmusikanten „Himpsl Brass“ klang der Abend in einem (dichtgedrängten) Stehempfang im Foyer aus.