Das fünfstöckige Geschäfts- und Bürohaus liegt im Herzen Münchens, unmittelbar gegenüber dem Rathaus. Die Fassadengestaltung zielt auf eine harmonische Einordnung des Neubaus in die umgebende Wiederaufbauarchitektur ab.

Eine Besonderheit des Baugrundstücks – ein „Knick“ in der Sendlinger Straße wirkt sich auf den Verlauf der Blockrandstruktur aus – wurde zur grundlegenden Inspiration des Entwurfs. Ein Relief horizontaler Einschnitte nimmt die „Schräge“ der Außenwand ebenso auf wie die unterschiedlichen Fensterfluchten der Nachbargebäude. Aus dem selbsttragenden Ortbeton erscheint es wie mit dem Meißel herausgehauen.

Das Büro- und Wohnhaus mit Gewerbe- und Gastronomieflächen im Erdgeschoss ist als Stadtbaustein S40 in das städtebauliche Konzept des Baugebietes „Schwabinger Tor“ eingebettet. Seine vorgehängte, hinterlüftete Fassade setzt sich zusammen aus asymmetrisch kreuzförmigen Klinker-„Puzzlestücken“. Diese Stahlbetonteile mit eingelegten Klinkerriemchen werden im Werk vorgefertigt.

Auf einem ehemals industriell genutzten, 38 Hektar umfassenden Areal hinter dem Münchner Ostbahnhof soll ein urbanes Viertel entstehen, das sogenannte Werksviertel München. Die Planung verzahnt Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit miteinander. Im Zentrum des Quartiers liegt das ehemalige Werksgelände der Firma Pfanni. Die darauf befindlichen Industriegebäude werden zum Großteil revitalisiert und stehen in einem spannungsreichen Kontrast zwischen alt und neu.

Der ehemals monolithische Baukörper wird in acht sternförmig und versetzt zueinander angeordnete Hochhausscheiben aufgelöst. Diesen Eindruck, der das Gebäude erheblich schlanker und eleganter erscheinen lässt, bewirkt eine Differenzierung der Kubatur mittels entsprechender Rücksprünge und eines Materialwechsels innerhalb der Fassaden. Zusätzlich werden die einzelnen „Hochhäuser“ in der Höhe differenziert weitergeführt, so dass eine horizontal und vertikal gestaffelte Silhouette entsteht. Eine metallverkleidete Aufstockung führt diese optisch zum Ganzen zusammen.