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Nichts bleibt, wie es war

Dieses Foto steht für Veränderung. In Zukunft wird es an dieser Stelle der Münchner Altstadt nicht mehr so aussehen. Einerseits, weil die Stadt München soeben beschlossen hat, die Sendlinger Straße (zunächst probeweise) zur Fußgängerzone zu erklären.

Andererseits, weil anstelle des zweigeschossigen Hauses, dessen Umrisse sich noch an der Brandmauer abzeichnen, ein mehrstöckiges Gebäude die Baulücke füllen wird. Dieses Büro- und Geschäftshaus wird derzeit von Hild und K Architekten geplant. Die neue Situation stellt sich das Visualisierungsbüro form 3d so vor:

Zur grundlegenden Inspriation des Entwurfs wurde eine Besonderheit des Baugrundstücks: Ein „Knick“ in der Straße wirkt sich auf den Verlauf der Blockrandstruktur aus. Das Fassadenrelief nimmt die „Schräge“ der Außenwand ebenso auf wie die unterschiedlichen Fensterfluchten der Nachbargebäude. Horizontale Einschnitte erscheinen aus dem selbsttragenden Ortbeton wie mit dem Meißel herausgehauen. Ein Eindruck, der durch unterschiedliche Oberflächenstrukturen des Materials – schalungsglatt, gestockt oder scharriert – verstärkt wird. Die Proportionen der insgesamt sehr schmalen Straßenansicht versöhnt eine nach oben hin abnehmende Höhe der Fenster.

Künftige Flaneure dürfen sich also in der Sendlingerstraße an einem neuen, harmonischen Straßenbild erfreuen. Veränderungen müssen ja nicht immer schlecht sein…